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Fasanenhof Staffel – Osterritt 2018

Der Osterritt 2018 des Fasanenhofes fand in der Eifel auf dem Heidberghof von Hjerke und Markus Kompagne statt. Die in 3 Tagen zurückgelegte Strecke betrug ca. 80 km. Insgesamt waren 10 Teilnehmer vom Fasanenhof und eine Rittführerin vom Heidberghof (Roaske Kompagne) dabei.

Montag, 2.4. – Fahrt in die Eifel

Am Ostermontag trafen sich die hochmotivierten und aufgeregten Wanderreiter des Fasanenhofs um die Mittagszeit. Das Gepäck ließ sich gut verladen und die 10 Pferde ebenso. Als erstes starteten Nils und Katharina mit Hnokki und Spegill in Richtung Eifel. Dicht gefolgt von Anja und Roman mit Hvati, Atesh, Neip und Iviðja, sowie Katrin, Moni, Linda und Claudi mit Hera und Taktur. Das Schlusslicht bildeten Uli und Martin mit Háfeti und Toni.
Nach einer problemlosen und LKW-freien Fahrt von ca. 3 Stunden trafen wir alle auf dem idyllischen Heidberghof der Familie Kompange in Dohm-Lammersdorf ein. Wir wurden dann freudig von der ganzen Hofcrew inklusive Hühnern, Hähnen, Hunden und Hasen begrüßt. Nachdem die Pferde in ihre großzügigen Paddocks verteilt wurden, folgte der gemütliche Teil des Abends. Hjerke versorgte uns dabei mit hausgemachten Köstlichkeiten: nach einer fruchtigen Tomatensuppe folgte ein knackiger Salat mit Birnen und Käse und eine überaus leckere Lasagne. Als Nachtisch wurden traditionell Holländische Pfannenkuchen mit Sahne und Mango aufgetischt. Gut gesättigt und zufrieden folgte ein überaus lustiger Abend mit ausgiebigem „Lebertraining“ für uns alle mit Mirabellenbrand und Whiskey.

Claudia & Kathrin

Dienstag, 3.4. – Erster Ausreittag

Der gestrige Abend mit vielen Gesprächen, Monis Mirabellenschnaps und Katharinas Wiskey hat uns eine kurze Nacht beschert. Selbst spät nachts in unseren Betten liegend wurde weiter geplaudert und viel gelacht.
Um 7 Uhr morgens stand die Fütterungscrew und Paddock-Abäppelmannschaft bereit, um die Pferde mit ihrem Heu-Frühstück zu versorgen und die Paddocks sauber zu machen. Etliche wollten sich diese Arbeit, trotz kurzer Nacht, nicht entgehen lassen. Schließlich ist es für viele von uns etwas Besonderes, die Pferde selbst zu versorgen und sie rund um die Uhr nahe bei uns zu haben. Schließlich werden unsere Pferde bei Christina und Björn sozusagen „all inclusive“ versorgt, weil wir im normalen Alltag nicht die Zeit haben, uns so intensiv um unsere Pferde zu kümmern.

Nachdem die Pferde versorgt waren, haben wir selbst von Hjerke Frühstück in unserer Ferienwohnung zubereitet bekommen. Wir könnten jetzt seitenlang das hervorragende Essen von Hjerke besingen, aber Fakt ist, sie hat die bisherigen Mahlzeiten zu einem Erlebnis gemacht. So auch das Frühstück. Sie hat uns Rühreier, Spiegeleier und Speck gebraten – alles ganz nach unseren Wünschen,
Auch die Pferde haben nochmals ein zweites Frühstück mit Kraftfutter für die Energie auf dem Ritt erhalten, Dann wurde es Zeit, die Pferde aus den Paddocks zu holen und sie für den ersten Ritt in der Vulkaneifel vorzubereiten. 

Nach dem Putzen und Satteln starteten wir mit Roaske als Reitführerin zu unserem heutigen Ausritt. Einige Pferde waren anfangs etwas aufgeregt. Das legte sich aber schnell.
Über schöne Wald- und Wiesenwege führt uns Roaske Richtung der kleinen Ortschaft Looh, die im Herzen der Hillesheimer Kalkmulde liegt. In Looh befindet sich eine Käserei, in der die Mittagsrast eingeplant war. Auf dem Weg dorthin wechselten sich Schrittphasen mit wunderbar langen Töltstrecken ab. Schnell haben sich unsere Pferde aufeinander abgestimmt und sowohl uns, als auch unseren Pferden war die Freude darüber, gemeinsam unterwegs sein zu können, eindeutig anzumerken. Selbst diejenigen, die heute mit einem schweren Kopf und Kater aufgewacht sind und die von Roman, unserem Rettungssanitäter, Reiten ausdrücklich verordnet bekommen haben, bekamen tatsächlich zusehend mehr Farbe ins Gesicht und gesundeten beim Reiten. Womit anhand dieser Feldstudie erwiesen wäre, dass Tölt ein vielseitig verwendbares Allheilmittel ist.

Unterwegs gab es in einer Ortschaft einen schönen Brunnen mit fließendem Wasser, aus dem die Pferde trinken konnten. Lediglich Hera und Neip waren nicht dazu zu bewegen, sich dem Brunnen auch nur zu nähern. Vielleicht sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass für die weiteren Ritte eine Durchquerung des Flusses Kyll geplant ist. Muss man sich da Sorgen machen, wenn sich das eigene Pferd nicht mal einem Brunnen zum Trinken nähern möchte?
Mit fröhlich wippenden und flatternden Mähnen sind wir schließlich in Looh eingeritten und haben unsere Pferde an einem Anbindebalken auf einer Wiese bei der Käserei „Gröner Hof“ angebunden, bevor wir uns selbst an den für uns reservierten Tisch in der Käserei zum Essen niedergelassen haben. Vom Restaurant aus konnten wir die Käserinnen (die Käse herstellenden Frauen) durch eine große Scheibe beobachten und uns ein Bild davon machen, welcher Arbeitsgänge es für die Herstellung von Käse bedarf.

Zwischendurch schauten wir immer wieder nach unseren Pferden, die friedlich am Anbindebalken dösten. Schnell lernt jedes Pferd auf einem Wanderritt, dass Pausen zur Erholung genutzt werden sollten. Beim Anbinden an einem Balken oder beim „Aufhängen“ der Pferde in/an einem Baum setzt beim erfahrenen Wanderreitpferd umgehend der Ruhemodus ein. Und die unerfahrenen Pferde machen es den erfahrenen einfach nach.

Wie so oft sind auch in Looh die Menschen und insbesondere die Kinder magisch von unseren Isländern angezogen worden. Allerdings mussten sich die Kinder diesmal mit Fotos vor und neben den Pferden begnügen, damit diese ausreichend Ruhe bekamen ohne ständig gestört zu werden.
Hjerke, die ebenfalls zum Mittagessen in die Käserei gekommen war, nahm, wegen des schönen Wetters, unsere Satteltaschen mit den Regenmänteln und -hosen, sowie den in der Käserei von uns gekauften Käse im Auto mit nach Hause, um unsere Pferde zu entlasten.

Auf dem Rückweg zum Heidberghof führte uns Roaske zum Arensberg. Der Arensberg ist ein 561 Meter hoher Berg der Vulkaneifel. Dieser wurde früher als Basaltsteinbruch genutzt und heute kann man durch einen Tunnel ins Innere des ehemaligen Steinbruches gelangen. Abwechselnd hielten wir die Pferde, damit wir alle durch den Tunnel in den „Krater“ des Berges gelangen konnten. Kathrin hat das schön beschrieben; es war, als beträte man eine eigene Welt. Ein tiefer Krater breitete sich zu unseren Füßen und steile Wände erhoben sich rund um uns in den Himmel.

Nach dieser kurzen Rast ging es im flotten Tempo heimwärts und wir waren voll des Lobes über unsere fleißigen Pferdchen. Sogar eine kurze Galoppstrecke haben unser Pferde noch eingelegt, die aber jäh von entgegenkommenden Spaziergängern unterbrochen wurde. Rücksichtnahme auf andere Waldbesucher ist uns wichtig, daher haben wir schnellstens durchpariert und die Spaziergänger beruhigt. Was für uns Reiter Musik in unseren Ohren ist kann für andere Menschen schon beängstigend wirken, wenn man den Galopphufschlag von 11 Pferden hört und nur erahnen kann, was auf einen zukommt. Auch unsere Spaziergänger haben sich vorsichtshalber hinter Bäumen in Sicherheit gebracht. Das wäre natürlich nicht nötig gewesen. Oder doch?

Zurück am Heidberghof haben es die Pferde genossen, sich auf den Paddocks ausgiebig wälzen zu können. Wir konnten schnell merken, dass unser heutiger Ritt unsere Pferde nicht überfordert hat und sie in guter körperlicher Verfassung sind. Nach einer kurzen Pause begannen die Wallache ausgiebig zu spielen und miteinander zu raufen, während die klugen Stuten friedlich beieinander gestanden haben und es schien, als hielten sie einen Plausch über den vergangenen Tag.

Im Gespräch mit Hjerke, Marcus und Roaske hat sich herausgestellt, dass wir unsere Pferde heute morgen statt mit Kraftfutter mit dem Heidberghofschen Hühnerfutter gefüttert haben. Ja, das Futter sah anders aus, wie bei uns auf dem Fasanenhof. Trotzdem hat niemand Verdacht geschöpft, weil die meisten Pferde es anstandslos gefressen haben. Da können wir von Glück reden, dass unsere Pferde nicht versucht haben, sich auf dem Anbindebalken der Käserei niederzulassen. Jedenfalls schienen das Futter die Pferde heute beim Ausritt beflügelt zu haben. Und vielleicht finden wir morgen das ein oder andere goldene Ei auf den Paddocks unsere Pferde.
Bei Tee und Kaffee haben wir selbst den restlichen Nachmittag, ähnlich den erfahrenen Wanderreitpferden, auf den Sofas der Ferienwohnung geruht, haben den Panoramablick auf unsere Pferde genossen, viel geredet und den Ausritt Revue passieren lassen.

Bevor wir uns zum eigenen Abendessen niedergelassen haben, haben wir die Pferde erneut mit frischem Heu für die Nacht versorgt und Wasser aufgefüllt, sowie die Paddocks gesäubert.
Hjerke hat sich mit dem Abendessen wieder selbst übertroffen: Suppe, Gemüsereis mit Erdnusssoße, Salat und anschließend Eis mit Erdbeeren und Schlagsahne. Eine wirklich gute Grundlage für einen langen gemeinsamen Abend, an dem wir uns auch die von Uli und Martin aufgenommenen Filme der Helmkamera vom heutigen Ausritt angeschaut haben.
Ach, erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Martin uns tatsächlich erzählen wollte, dass wir heute nur 15 km geritten sind. Zum Glück haben Marcus und Roaske ebenfalls die Strecke gemessen: mit 25 km! Wir haben also alle ordentlich etwas geleistet.

Roman & Anja

Mittwoch, 4.4. – 2. Ausreittag

Nachdem am Mittwochmorgen die Pferde versorgt, die Paddocks abgeäppelt und Hjerkes zünftiges Frühstück genussvoll verschlungen war, wurde um 10 Uhr gesattelt.

Uns erwartete  ein 20 km langer Ausritt mit Mittags-Picknick am Eifelsteig. Bei kühlem Wetter und wolkenverhangenem Himmel ritten wir, geführt von Roaske Kompagne durch Buchenhoch- und Fichtenwälder über lange Töltstrecken auf weichen Wegen dem Picknick entgegen. Auf einer sumpfigen Heide lag eine große Fichte quer über unseren von Ginster, Brombeere und Sumpf gesäumten Weg. Der Wind hatte vergessen den Baum nach dem Fällen zu entasten und so konnten die Pferde ihn nicht übersteigen.  Die ersten unserer 10 Isis walzen also durch Ginster und Brombeeren und schufen einen Weg für die anderen. Was sollte uns jetzt noch aufhalten? Das Flüsschen Kyll vielleicht? Pah!
Als nächstes Ziel erreichten wir die Schutzhütte „Heimatblick“ am Eifelsteig, wo Hjerkes Eifelsteig-Picknick-Büffet aus heißen Bockwürstchen, belegten Broten, Kreppeln und Pils  auf uns wartete.

Wer mit Essen und Quasseln noch nicht ausgelastet war, der konnte feststellen, dass der Panorama-Ausblick ins Tal tatsächlich bis fast zum Heidberghof reichte. Obwohl pünktlich zur Mittagspause ein fieser Nieselregen begonnen hatte, war die Stimmung der Reiter und Pferde prächtig. Romans Stute Hera machte einen Spaziergang zur grünsten Stelle auf dem Rastplatz und die Regencape-Besitzer begannen den Kampf mit Ihren Plastikplanen. Das Aufsteigen mit einem langen Regenponcho kann durchaus als eigene sportliche Disziplin angesehen werden. Manchen Isis ging das alles zu langsam und Taktur glaubte, er könne die Zeit noch nutzen um sich unter seiner Reiterin zu wälzen. Doch Claudi war auf Zack und trieb ihn wieder auf die Beine. Als alle aufgesessen waren, war Roaskes Pferd schon dreimal gestiegen, um uns mit freiwillig angebotenen Kunststücken die Zeit zu vertreiben. Wir ritten alsbald im fleißigen Schritt der nächsten Töltstrecke und der Kyll entgegen.  Die Wege führten zum großen Teil leicht bergab durch Wälder und über Wiesenwege und boten viele Gelegenheiten für langsamen oder flotten Tölt, den jeder im eigenen Tempo genießen konnte.

Wir erreichten eine Brücke über die Kyll, die aus dicken Holzbohlen bestand. Das Klappern der Hufe auf dem Holz war manchen Pferden suspekt, Hera und Ates zögerten kurz und waren sich nicht ganz sicher, ob das Überqueren der Brücke eine so gute Idee sei. Erst als Ividia sie abholte, überquerten sie vorsichtig und mit gespitzten Ohren die Brücke. Die nächste Durchquerung der Kyll war nicht weit entfernt und bestand aus einer befestigten Furt.  Das schnellfließende Wasser schien den kleineren Isis in der Mitte der Furt bis fast an den Bauch zu reichen, aber alle durchquerten das dunkle Wasser nach kurzem Zögern sehr flott und alle Reiter waren stolz wie Bolle. Zwanzig Minuten später erreichten wir nass und zufrieden den Heidberghof. Dort konnten wir wieder alle an Hjerkes Tafel beim Drei-Gänge-Menü sitzen und einen geselligen Abend genießen.

Katharina und Nils

Donnerstag, 5.4. – 3. Ausreittag

Für unseren letzten Reittag hatten wir die längste Route von insgesamt 32 Kilometern geplant. Das Tagesziel war die „Nohner Mühle“. Wir starteten wie gewohnt nach einem üppigen Frühstück am Heidberghof. Begleitet wurden wir heute von Roaske und ihrer Mama Hjerke.
Zu Anfang ritten wir noch bekannte Wege von Tag 1, als es Richtung Käserei gegangen war. Wir machten auch nochmal eine kleine Pause am idyllischen Brunnen, wo unsere Pferde etwas tranken (zumindest die, die es wollten).
Von nun an ging es auf neuen Pfaden weiter. Wir durchquerten eine seltene Wachholderheide.

Und das bis dahin launige Aprilwetter zeigte sich hier von seiner sonnigsten Seite. Wir genossen herrliche Ausblicke und erlebten Natur pur. Auch den etwas steileren Abstieg aus der Heide schafften wir und unsere Pferde gut. Hjerke und Marcus hatten am Tag vorher eine abenteurliche Vortour mit ihrem Fiat Kastenwagen unternommen, um die Passierbarkeit im Vorhinhein zu überprüfen.
In wechselnden Schritt- und Töltpassagen ging es auf malerischen Wiesen- und Waldwegen weiter. Unterwegs erwartete Marcus seine Tochter Roaske mit Hänger zum Pferdewechsel. Dabei wurde dann ganz unkompliziert Hengst gegen Stute getauscht. Sirius machte seinem Unmut im Hänger Luft. Und nicht zu Unrecht, denn er hätte uns sicher noch gerne auf der folgenden Strecke begleitet.
Denn bei dieser Tölteinheit durch den Wald  erfuhren wir, dass uns nochmals eine Wasserüberquerung bevorstand. Diesmal forderte uns der Ahbach heraus, der unseren Pferden weniger gefiel, als am Tag vorher die tiefere Kyll. 9 Pferde wählten mutig den Weg durchs Wasser. Einer unserer Isländer wagte mit seiner Reiterin den für das Pferd schwierigeren Weg über die Brücke, da diese einen vergitterten nach unten offenen Boden hatte.

Jetzt stand uns aber erst die größte Herausforderung des Tages bevor.  Den von uns gewählten Weg zum „Nohner Wasserfall“ werden wir wohl alle sobald nicht vergessen.

Dieser Weg hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Durch den Regen vom Vortag in eine glitschige Rutschbahn verwandelt, eng wie ein Gebirgspfad und mit der Aussicht auf den am Fuße des steilen Abhangs rechter Hand gelegenen Fluss, versuchten wir uns, die Pferde führend, dem Wasserfall zu nähern.  Die nassen rutschigen Wurzeln trugen nicht zum sicheren Fortkommen bei.  Als wir den schönen Wasserfall erreichten, konnten wir ihn gar nicht so richtig genießen, da es zu zwei weniger schönen Unfällen gekommen war. Dieser kleine aber sehr aufregende Abstecher endete mit einer mit dem Schrecken davongekommenen, aber vollkommen vermatschten Monika, jedoch leider vor allem mit der Verletzung von Anjas Fußgelenk, die sie dann zwang den Ritt am erreichten Ziel „Nohner Mühle“ abzubrechen. Glückliche Fügung im Unglück war noch, dass Marcus mit Hänger vor Ort war, um Hjerke abzuholen.  Anja kam also sicher mit Neip nach Hause und wurde von Kathrin mit ihrem Ates als moralische Unterstützung zum Heidberghof begleitet.

Die restlichen Acht verbrachten dann ihre Mittagspause in der urig eingerichteten „Nohner Mühle“.

Dort genossen wir auf den Schreck leckere Waffeln mit Kirschen, Sahne und Eis und Roman spendierte noch eine Runde „Eifelvulkan“.
Nach der Mittagspause entschieden sich einige von uns aufgrund des wechselhaften Eifelwetters für ihre sehr „eigenwillige“ Gummi-Regen-Kleidung und nachdem „endlich“ alle aufgesessen hatten, traten wir den langen Rückweg an.
Dieser verlief ruhig und führte uns im Schritt, Trab oder Tölt durch die sanft hügelige Landschaft der Eifel, vorbei an Kerpen und der dortigen Burg sowie an vielen glücklichen Schweinen, die dort in riesigen Gehegen wohnen dürfen und fröhlich quiekend über die Koppel rannten, als sie unsere Isis sahen. Unsere letzte kleine Pause legten wir an einer kleinen Heide ein. Martin verteilte nochmals schokoladige Zwischenmahlzeiten namhafter Hersteller und das letzte „gute Tröpfchen“.

Gegen ca. 18.45 Uhr kamen wir erschöpft – aber auch glücklich – zu Hause am Heidberghof an. Nach Versorgung der Pferde freuten wir uns alle auf eine warme Dusche und das anschließende vorzügliche Abendessen. Wir waren auch besonders erleichtert von Kathrin zu hören, dass es Anja gut ging.  Dennoch musste sie leider ihre letzte Nacht in Gerolstein im Krankenhaus zur Beobachtung bleiben, auch, um ihre endgültigen Ergebnisse abzuwarten.
Zum Abendessen gab es dann eine wärmende Suppe nach holländischer Art und das Lieblingsessen von Räuber Hotzenplotz, Kasperl und Seppl: Sauerkraut mit Bratwurst und Kartoffelbrei. Einfach ein Genuss!
Den restlichen Abend ließen wir gemütlich ausklingen und wollten kaum glauben, dass es anderntags schon wieder nach Hause gehen sollte.

Linda und Moni

Freitag, 6.4. – Heimfahrt

Ein Blick aus dem Fenster um 6.00 Uhr früh zeigte einen sternenklaren Himmel, der bereits erahnen ließ, dass es ein wunderbarer Tag werden würde. Kurze Zeit später ging eine strahlende Sonne auf und zeigte uns eine reifbedeckte Landschaft. Die Nacht war wirklich recht kalt gewesen, sogar der Wasserschlauch war durchgefroren und musste zunächst in die Sonne gehängt werden, bis er aufgetaut und zum Füllen der Tränken verwendbar war. In der Zwischenzeit fütterten Roman und Nils die Ponys und äppelten die Paddocks ab.

Gegen 8.00 Uhr machte uns Hjerke – wie jeden Tag – ein üppiges Frühstück, für das wir uns heute Zeit lassen konnten. Anschließend packten alle ihre Sachen (auch die von Anja), wir fegten gemeinsam das Haus, räumten die Spülmaschine nochmal voll und warteten dann auf eine Nachricht von Anja. Die ließ ein wenig auf sich warten…
Die meisten genossen derzeit die Morgensonne, und auch die Ponys hatten schnell realisiert, dass sie heute Pause hatten und lagen abteilungsweise genussvoll in der immer kraftvolleren Frühlingssonne.

Nils und Katharina starteten noch zu einem kurzen Ritt. Und Linda hatte mal wieder das große Los gezogen: Beim Misten fand Markus im Heu ein frisch gelegtes Ei und schenkte es ihr. Sie wird es hoffentlich ewig in Ehren halten.
Gegen 12.00 Uhr meldete sich endlich Anja. Kathrin und Linda fuhren sofort nach Gerolstein, um sie zu holen. Während dessen nahmen wir eine abschließende Reinigung aller Paddocks vor, und um 12.30 Uhr traf der Krankentransport mit Anja, die zwar auf Krücken lief – aber trotzdem recht fröhlich war – endlich ein. Zum Glück war es keine Fraktur, ‚nur‘ ein Kapselanriss.

Jetzt ging es ans Verladen – Nils und Katharina machten den Anfang. Direkt vor dem Stall war es aber nicht möglich Hnokki in den Anhänger zu bewegen. Nils entschied sich dazu, erst mal etwas weiter weg zu fahren. Unterdessen hatten wir alle anderen Pferde von den Paddocks zum Anbindebalken gebracht und sortierten sie nach und nach in die Anhänger. Hnokki riß sich bei dem zweiten Verladeversuch los, und Nils versuchte ihn aufzuhalten, was ihm einige große blaue Flecke einbrachte. Schlussendlich gelang es dann doch Hnokki zu verladen und wir starteten alle Richtung Heimat.

Um ca. 16.00 Uhr waren wir alle in Staffel angekommen, die Ponys wurden ausgeladen und freudig von ihren Kumpels begrüßt. Nachdem wir den 4er-Hänger wieder bei Helmut abgeliefert hatten, nahmen wir mit Roman, Linda und Björn noch einen letzten Drink. Gegen 19.00 Uhr waren wir dann zu Hause. Ein wenig müde, aber sehr glücklich, so eine tolle Woche erlebt zu haben.

Apr 18, 2018 | Posted by in Allgemein, News | Kommentare deaktiviert für Fasanenhof Staffel – Osterritt 2018