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… wie war das eigentlich?

Nach einem wunderbaren Turnierauftakt am OSI Bonartshäuser Hof April 2017 habe ich meine Gedanken noch einmal schweifen lassen.

Wie war das eigentlich?
Einfach nur Superlative bringen reicht nicht aus um den Geist wieder zu geben, der alle erfasst hat. Alles fing damit an, dass unsere Trainer (Christina Koob und Björn Reinert) fragten, wie es im neuen Jahr (2017) denn eigentlich mit der Turnierteilnahme sein wird. Bei einem gemeinschaftlichen Treffen in netter Runde und gutem Essen wurde darüber gesprochen Wer – Wann – Wo teilnehmen möchte.

Dann wurde es ernst.
Die Vorbereitungen und vor allem das Training von Mensch und Pferd wurden voll aufgenommen. Unsere Kinder (Katalin 13, Luca 17), die beide in der Talentschmiede zu Hause sind, hat das Fieber gepackt. Mitmachen und die 6,0 vor Augen. Mit unendlicher Geduld, Fachkompetenz und unermüdlichen Erklärungen und Analysen von Christina und Björn ging ein effektives Training los. „Raus aus der Komfortzone“ – das ist mein Leitspruch geworden, nachdem ich Björn gefragt habe, was ich verändern muss. Ich kann nur sagen: Danke Björn – es hat sehr geholfen!

Die Reitstunden wurden immer intensiver, die Komfortzone rückte immer weiter weg. Ich dachte, ich bekomme keinen Muskelkater mehr vom reiten – weit gefehlt. Ich besitze Muskeln die ich gar nicht kannte. Mit geübtem Blick und ständiger Korrektur führten Christina und Björn mich Schritt für Schritt weiter – der Weg ist das Ziel.

Die Kinder wurden in den Trainingsstunden sowie in den Talentschmiede Kursen immer besser „geschmiedet“ – was vor einem Jahr für unsere Tochter noch schier unmöglich schien – nämlich sicher 5-Gang zu reiten – haben Christina und Björn geschafft – sie reitet alle Gänge sicher und ist ein tolles Turnier geritten.

 
 

Unser Sorgenkind war unser Sohn Luca, er hatte sich die Außenbänder am Fuß angerissen und es war nicht klar, ob er starten kann. Auch ob er das Jugendtraining mit Birgit Q. absolvieren kann stand in den Sternen. In dieser Zeit haben die Trainer seine Stute im Beritt gehalten um ihn und sein Pferd auf dem Level des Trainings zu halten. In Theorie wurde er unterrichtet, um nichts zu verpassen – was soll ich sagen? Ebenfalls sehr erfolgreich!

Der Tag kam und die Abreise zum Bonartshäuser Hof stand an. Im Konvoi mit den Pferden ging es los. Am Turnierplatz angekommen – kalt und sonnig – bauten wir die Paddocks auf. Das Lager der Kinder wurde im Hänger errichtet – die Pferde waren versorgt. Christina kam mit Emil nach, der noch im Schwimmunterricht war. Nachdem wir alle angekommen sind, ging es zum Training auf die Oval-und Passbahn – gleich mit den Instruktionen: Auf was müssen wir achten, wie sind die Verhältnisse, was sind hier die Besonderheiten, usw. Auch in die Halle ging es – damit die Pferde auch die Verhältnisse dort kennenlernen. Nachdem die Zeitpläne für die Prüfungen durchgesprochen waren, ging auch der erste Abend schon zu Ende.

Meine erste Prüfung war bereits am Freitag in den frühen Morgenstunden – um 7:00 ging es los bei eisigen 0°C. Um 6:40 standen die Trainer mit in der Reithalle und gaben letzte Tipps, Verbesserungen, auf was zu achten ist, wie das Pferd evtl. auf was reagiert, wie die beste Warmreittaktik ist, aufmunternde Worte und vieles mehr. Es tat unendlich gut so begleitet zu werden – somit konnte ich mich voll und ganz auf die erste Prüfung einlassen. Selbst in der Prüfung standen die Trainer am Rand um seelisch und moralisch zu unterstützen und eine direkte Analyse machen zu können.

Direkt nach der Prüfung, beim Ausreiten aus der Bahn, gab es ein Feedback: was war gut – was muss verbessert werden. Diese unendlich gute Unterstützung und das Coaching durften wir alle, ob klein ob groß, vor jeder einzelnen Prüfung erfahren. Nach Enttäuschungen kamen aufbauende Worte, ein tröstender Arm und wiederum Perspektiven, was wie verbessert werden muss und kann.

Anstoßen

Das Coaching der Kinder war unbeschreiblich gut; in der Reithalle während des Warmreitens wurde eben noch einmal das Jackett von meiner Tochter gerichtet – es sind die kleinen Dinge die es Groß machen. Der Teamgeist und Zusammenhalt innerhalb der Gruppe war außergewöhnlich gut, entspannt und sehr positiv. Jeder hat seinen Beitrag geleistet – ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. So macht Turnierreiten Spaß.

Das Training, der sehr gute Beritt der Pferde durch die Trainer sowie das Coaching hat letztendlich dazu beigetragen, dass es ein rundum gelungener und vor allem erfolgreicher Turnierauftakt war. Alle haben mindesten die 6,0 gesehen und waren im Finale – mehr geht nicht!

Der Weg ist das Ziel, nach dem Turnier ist vor dem Turnier – wir wissen nun, dank der Analysen und der intensiven Gespräche, wo es etwas zu verbessern gibt und freuen uns auf jede Trainerstunde um weiter daran zu arbeiten.

1000-Dank an Christina und Björn, ihr seid Fantastisch!
Und Dir, mein geliebter Mann, muss ich noch mehr Danken. Ohne Deine Unterstützung, Dein Organisationstalent, Dein aktives Einschalten und die finanzielle Unterstützung wäre das alles nicht möglich. Ich liebe Dich von ganzem Herzen. Es war wunderbar zu sehen, wie stolz Du auf uns bist.

Pia Schnitzer

Mai 4, 2017 | Posted by in News | Kommentare deaktiviert für … wie war das eigentlich?